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GRK-Gruppe baut am Wilhelm-Leuschner-Platz für 90 Millionen Euro

Der große Autoparkplatz zwischen der Leipziger Polizeidirektion und der neuen katholischen Propsteikirche soll ab 2020 oder 2021 bebaut werden. Für 90 Millionen Euro errichtet die GRK-Gruppe dort ein Gewerbeensemble, das aber auch bis zu einem Drittel Wohnungen aufnehmen kann.

Paukenschlag für den Wilhelm-Leuschner-Platz: Die Leipziger GRK-Gruppe will an dessen Westseite ein Neubauensemble für gewerbliche Nutzungen errichten, das auch bis zu einem Drittel Wohnungen enthalten kann. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 90 Millionen Euro, teilte GRK-Chef Steffen Göpel mit. „Wir können uns sowohl klassische Büroflächen, Coworking-Spaces als auch Hotelkonzepte oder betreutes Wohnen vorstellen. Ebenso sind spezielle Anforderungen für IT-Unternehmen oder Bio-Tech-Firmen umsetzbar“, sagte er. In den nächsten Monaten würden mögliche Nutzungen für das Ensemble mit 25 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche sondiert. Ein Teil des 5500 Quadratmeter großen Baugrundstücks – es liegt zwischen der katholischen Propsteikirche St. Trinitatis und der Leipziger Polizeidirektion an der Dimitroffstraße – sei bereits auf die GRK-Gruppe übergegangen. Den Rest habe sie sich unter Bedingungen gesichert.

Fläche gehörte katholischem Krankenhaus

Bislang gehörte das Grundstück dem Leipziger St. Elisabeth-Krankenhaus. Das Klinikum hatte die Fläche 2016 dem Leibniz-Institut für Länderkunde angeboten. Dieses Institut wollte seinen Sitz aber lieber auf der anderen Seite des Leuschnerplatzes bauen: an der Windmühlenstraße.

Gemeinsam mit dem Verkäufer der Fläche werde bald ein Architekten-Wettbewerb für das neue Gewerbeensemble organisiert, erklärte GRK-Chef Göpel. Den Baubeginn strebe die Firmen-Gruppe für 2020 oder 2021 an.

Beirat Mitte fordert repräsentative Platzkante

Der Stadtbezirksbeirat Mitte hatte unlängst einen Antrag an den Stadtrat gestellt, laut dem die Gestaltungsleitlinien für den Wilhelm-Leuschner-Platz auch für dieses Baugrundstück an der Ostseite des Platzes gelten sollen. „Ziel dieses Antrags ist es, eine repräsentative Platzkante auch an der Westseite, eine wertige Architektur und nachhaltige städtebauliche Lösungen zu erhalten“, erläuterte Beiratsmitglied Falk Warnecke (CDU) gegenüber der LVZ. Dazu gehörten zum Beispiel auch ein gut ablesbares, 4,50 Meter hohes Sockelgeschoss sowie eine Tauglichkeit des Gebäudes für verschiedene Nutzungen. Mit diesem Antrag soll sich der Stadtrat im März befassen.

LVZ 14.02.2019 / Jens Rometsch